Hamburg/Berlin (dpa) - Die Rockband Kraftklub hat kapituliert - zumindest vor Kühlschränken voller alkoholischer Gratis-Getränke. "Wir saufen weniger", räumte der Sänger des mehrfach preisgekrönten sächsischen Quintetts, Felix Brummer, im Interview von "Zeit Campus" ein.

"Am Anfang sind wir irgendwo hingefahren ‎und waren die Klischee-Ossi-Kids: "Da ist ein voller Kühlschrank! Wenn wir gehen, muss der leer ‎sein!" Und dann haben wir festgestellt: Überall, wo wir hinkommen, sind volle Kühlschränke." Es sei aber "unmöglich, alle Kühlschränke der Welt leer zu trinken", sagte Brummer. "Dabei haben wir das wirklich versucht ‎in den ersten Jahren."

Obwohl die neue Platte auf die Polit-Rocker Ton Steine Scherben ("Keine Macht für Niemand") anspielt, sehen sich die Kraftklub-Jungs nicht als explizit politische Band: "Ich glaube, jede Generation hat ihre Krisen und Probleme, an ‎denen sie sich abarbeiten muss", sagte Brummer dem Hochschulmagazin der Wochenzeitung "Die Zeit". "Bei unseren Eltern war es der Kalte Krieg. Bei uns sind es ‎Brexit, Trump und Erdoğan. Mir wird manchmal mulmig, trotzdem glauben wir nicht, dass die ‎Welt ein Kraftklub-Statement dazu braucht."

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