Motegi (SID) - Die deutschen Moto2-Piloten haben beim Großen Preis von Japan einen enttäuschenden Rennsonntag erlebt. Nach starken Leistungen im Qualifying fuhr Marcel Schrötter (Vilgertshofen) als 13. noch in die Punkte, sein Intact-Teamkollege Sandro Cortese (Berkheim/beide Suter) schied nach einer Kollision vorzeitig aus. Cortese und Schrötter waren von den Startplätzen sieben und acht ins Rennen gegangen und hatten bei regnerischen Bedingungen in Motegi auf Top-10-Ergebnisse hoffen dürfen.

Den Sieg sicherte sich der Spanier Alex Marquez, der allerdings drei Rennen vor Schluss nicht mehr in den Kampf um den WM-Titel eingreifen kann. Diesen hat weiterhin Franco Morbidelli fest im Visier. Der Italiener wurde in Japan nur Achter, sein Verfolger Tom Lüthi (alle Kalex) aus der Schweiz, der am Sonntag aufgrund der Disqualifikation seines Landsmanns Dominique Aegerter aus der Schweiz den Sieg beim Misano-Rennen am 10. September zugesprochen bekam, verlor als Elfter aber weiter an Boden auf den Rivalen.

Morbidelli liegt mit nun 256 Punkten 19 Zähler vor Lüthi (237). Der 16. von 18 WM-Läufen steigt schon am kommenden Sonntag beim Großen Preis von Australien auf Phillip Island.

Schrötter (47) und Cortese (36) sind in der Gesamtwertung abgeschlagen, die Chancen auf Top-Ergebnisse schwanden am Sonntag schon früh im Rennen. Beide Piloten fielen zunächst auf die hinteren Punkteränge zurück. Cortese wurde zehn Runden vor Schluss dann in eine Kollision mit Tetsuta Nagashima (Japan/Kalex) verwickelt, landete im Kiesbett und musste das Rennen beenden. Schrötter, der noch immer einen Kahnbeinbruch auskuriert, rettete immerhin drei WM-Punkte ins Ziel. Der 24-Jährige hatte sich schon vor drei Wochen in Alcaniz an einem Comeback nach seiner schweren Handverletzung versucht, musste das Rennen aber unter Schmerzen aufgeben. In Japan hielt er nun durch.

In der Moto3 hatte zuvor Romano Fenati den Titelkampf offen gehalten. Der Italiener gewann und verkürzte den Abstand auf Gesamtspitzenreiter Joan Mir (Spanien/beide Honda) auf 55 Punkte. Philipp Öttl (Ainring/KTM) fuhr auf den guten sechsten Platz. In der Gesamtwertung liegt der 21-Jährige auf Rang zehn (101).