Dortmund (SID) - Was hätte es für ein Triumph werden können. Ausgerechnet Roman Weidenfeller, Derbyheld früherer Tage, der einst den Schalker Gerald Asamoah übel beschimpft hatte, bekam nochmals unverhofft eine Chance.

Weil Roman Bürki angeschlagen war, durfte der 37-Jährige am Samstag ins BVB-Tor - für sein 24. Revierderby, wodurch er mit dem Schalker Rekordhalter Klaus Fichtel gleichzog. Roman Weidenfeller, der Schalke 04 von Herzen verachtet.

Genüsslich sah sich der Weltmeister an, wie seine Mannschaft den Erzrivalen nach allen Regeln der Kunst auseinanderschraubte. Später dann ruderte er wie wild mit den Armen - er sah das Unheil kommen, wehrlos ergaben sich seine Mitspieler in ihr Schicksal. 

Bei Twitter kursierte am Abend ein grandioses Video, in dem Weidenfeller einer der Hauptdarsteller ist: Der Schalker Ausgleich zum 4:4, unterlegt mit der Titelmusik des Films "Titanic". Der BVB-Torhüter sitzt sekundenlang fassungslos in der Grätsche auf der Torlinie - er kann nicht mal mehr den Kopf schütteln.