Lagos (AFP) Amnesty International hat dem Ölkonzern Shell vorgeworfen, an schweren Menschenrechtsverletzungen in Nigeria in den 90er Jahren beteiligt gewesen zu sein. Shell habe die Niederschlagung von Protesten in den Ölfördergebieten im Niger-Delta durch die damalige Militärregierung befürwortet und aktiv unterstützt, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in einem Bericht. Dafür müsse der britisch-niederländische Konzern in Nigeria, aber auch in Großbritannien und Niederlanden strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.