Karlsruhe (AFP) Das Auswahlverfahren zum Medizinstudium verletzt die Chancengleichheit der Studierenden und ist in einigen Bereichen mit dem Grundgesetz unvereinbar. Bund und Länder müssen deshalb bis Ende 2019 die Auswahlkriterien neben der Abiturnote neu regeln, wie das Bundesverfassungsgericht in einem am Dienstag in Karlsruhe verkündeten Urteil entschied. Unter anderem müssten zur Wahrung der Chancengleichheit Eignungsgespräche an Universitäten bundesweit in "standardisierter und strukturierte Form" stattfinden.