München (SID) - Es waren dramatische Stunden, als Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge in der "Nacht von Paris" nach dem demütigenden 0:3 in der Champions League am 27. September die Köpfe zusammensteckten. Trainer Carlo Ancelotti, das war den Alphatieren des FC Bayern klar, musste weg. Aber wen holen?

Am Morgen griff Hoeneß zum Telefon und wählte die Nummer seines Freundes Jupp Heynckes. Der Triple-Trainer von 2013 ließ sich auf ein völlig überraschendes Comeback ein. Zweifler gab es viele: Kann der Heynckes das noch? Mit 72? Er kann - und wie!

Seit Heynckes' Rückkehr befinde sich der ganze Verein in einem "Glückszustand", sagte Hoeneß Ende November, "alle schweben nur noch, es ist ein ganz anderer Geist da".

Auch in der Mannschaft, die aus fünf Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund eine souveräne Tabellenführung samt Herbstmeisterschaft machte. "Es ist ein Traum, mit ihm zusammenzuarbeiten", sagte Sportchef Hasan Salihamidzic.