Köln (SID) - Russlands Confed-Cup-Organisator Alexej Sorokin übte heftige Kritik, die deutschen Fußball-Fans rieben sich verwundert die Augen. Als Bundestrainer Joachim Löw seinen Kader für die WM-Generalprobe bekannt gab, waren die Enttäuschung beim Veranstalter und die Überraschung bei den Anhängern groß.

Löw gönnte zahlreichen Stars eine Pause und berief Sandro Wagner, Amin Younes, Diego Demme, Kevin Trapp, Kerem Demirbay, Marvin Plattenhardt und Lars Stindl, sieben Spieler, die zum Zeitpunkt der Nominierung noch kein Länderspiel absolviert hatten. Doch der Bundestrainer wurde für seinen Mut belohnt. Mit großer Lust und Unbekümmertheit stürmte die junge DFB-Auswahl durch das Turnier. Die Krönung erfolgte durch ein 1:0 im Finale in St. Petersburg gegen Chile. Stindl erzielte den Treffer.

Der Confed Cup sei "die freudige Überraschung des Länderspieljahres" gewesen, sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Löw hat dadurch den Konkurrenzkampf noch einmal verschärft. Für die WM drängen sich zahlreiche Spieler auf, es dürfte die schwierigste Nominierung der deutschen WM-Geschichte werden.