Berlin (SID) - Am 3. August war es soweit: Wladimir Klitschko beendete seine außergewöhnliche Karriere als Profiboxer. Der Ukrainer hatte seit 1996 insgesamt 69 Profikämpfe (64 Siege, 54 Knockouts) bestritten und war von 2000 bis 2003 sowie von 2006 bis 2015 Weltmeister im Schwergewicht.

Drei Monate hatte "Dr. Steelhammer" überlegt, ob er zum Rückkampf gegen Anthony Joshua antreten sollte. Der aufstrebende Brite hatte ihn am 29. April in einer sensationellen Ringschlacht vor 90.000 Zuschauern im Londoner Wembleystadion K.o. geschlagen. Am Ende entschied sich Klitschko, Olympiasieger von 1996, gegen ein zweites Duell und richtigerweise für die Gesundheit.

Klitschko war nicht nur ein außergewöhnlicher Boxer, sondern auch ein sympathischer und stets nahbarer Botschafter seiner Sportart. Auch wenn seine Kämpfe oft nicht sonderlich spektakulär waren, blieb der jüngere der beiden Klitschko-Brüder über neun Jahre Champion im Schwergewicht. Über einen längeren Zeitraum schaffte das nur der legendäre Joe Louis (1937 bis 1949).