Köln (SID) - Vier Starts, vier WM-Titel: Johannes Rydzek war der König der "Dominierer"-Festspiele in Lahti. Dass der 26 Jahre alte Kombinations-Weltmeister neun Monate später auch die "Sportler-des-Jahres"-Wahl gewann, war folgerichtig, aber auch etwas überraschend. Wintersportler kommen bei der Ehrung traditionell gerne mal zu kurz. "Das ist eine Auszeichnung für ein unvergessliches Jahr", sagte Rydzek nach seiner Wahl.

Zu seinem Schicksal gehört, dass es in seiner Sportart an der Spitze unfassbar eng zugeht. Die Konkurrenz ist extrem stark, besonders im eigenen Team. Fabian Rießle und vor allem Eric Frenzel, der ihm 2017 den Gesamtweltcup weggeschnappt hat, fahren ebenso chancenreich zu den Winterspielen nach Pyeongchang wie Rydzek. Der Druck ist enorm, vom Team wird in Südkorea wie selbstverständlich Gold erwartet. 

Er freue sich nun auf die Weihnachtszeit, sagte der smarte Sonnyboy in Baden-Baden, "im neuen Jahr wird auf jeden Fall wieder angegriffen". Olympiasieger war er noch nie.