Köln (SID) - Das Seuchenjahr des Severin Freund begann schon am 4. Januar. Wegen einer Grippe stieg der Skisprung-Weltmeister bei der Vierschanzentournee aus, doch das Schlimmste sollte noch kommen. Drei Wochen später erlitt Freund im Training einen Kreuzbandriss und musste für die WM absagen. Im Sommer folgte Kreuzbandriss Nummer zwei - und das Aus für die komplette Olympiasaison.

"Nein, das war kein schönes Jahr", sagt Freund. Aber er habe "Gottvertrauen" darauf, dass sein Skisprung-Gefühl zurückkommen wird, sobald er wieder auf der Schanze steht. Damit will sich der Bayer diesmal mehr Zeit lassen als nach dem ersten Kreuzbandriss, wahrscheinlich bis zum Frühjahr 2018.

Seine freie Zeit möchte Freund nutzen. "Ich will mit meinem Studium vorwärts kommen", sagt der 29-Jährige und plant für Silvester sogar geradezu Revolutionäres - eine Party mit Ehefrau Caren. "Ich weiß gar nicht, wann ich zum Jahreswechsel das letzte Mal groß gefeiert habe", sagt Freund, der sonst immer beim Neujahrsspringen gefordert war.