Villingen-Schwenningen (dpa) - Der Spielwarenhersteller Tipp-Kick hofft nach einem mauen Jahr auf bessere Geschäfte durch die Fußball-Weltmeisterschaft.

"Unsere Situation ist immer schwieriger geworden", sagte Geschäftsführer Mathias Mieg "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "Im vergangenen Sommer saßen wir hier in Schwenningen und haben buchstäblich Däumchen gedreht, weil wir nicht wussten, was zum Jahresende auf uns zukommen wird." In den Jahren zwischen sportlichen Großereignissen muss das Unternehmen aus dem Schwarzwald regelmäßig Durststrecken überstehen.

Beim Tipp-Kick-Spiel treten kleine Zink-Männchen mit einem Knopf auf dem Kopf auf einem Miniatur-Spielfeld gegeneinander an. Wird der Knopf gedrückt, bewegt sich das Bein und tritt gegen den Ball. Das Familienunternehmen Edwin Mieg mit Sitz in Villingen-Schwenningen hat seit 1924 die alleinigen Rechte an dem Spiel.

"In den ungeraden Jahren ohne Welt- oder Europameisterschaft haben wir zwischen 30.000 und 40.000 Spiele verkauft", sagte Mieg den Blättern. "In den Jahren 2014 mit der WM in Brasilien und 2016 mit der EM in Frankreich waren es rund 60.000 - das wollen wir auch in diesem Jahr wieder erreichen."