Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat nach den jüngsten Kursverlusten am Mittwoch einen Stabilisierungsversuch unternommen. Angesichts der immer noch hohen Anleiherenditen und des wieder anziehenden Eurokurses hielt sich das Plus aber in Grenzen.

Nach zwischenzeitlich deutlicheren Gewinnen notierte der deutsche Leitindex am Nachmittag noch 0,12 Prozent höher bei 13.213,51 Punkten. Die Anleger griffen wieder zu, nachdem der Dax am Vortag unter 13.200 Punkte gerutscht war - auf diesem Niveau hatte das Börsenbarometer bereits Mitte Januar mehrfach wieder Halt gefunden.

Noch vor gut einer Woche hatte der Dax bei 13.596 Punkten ein Rekordhoch erreicht - seitdem ging es fast nur bergab. Für den Januar steuert Deutschlands wichtigster Aktienindex dennoch auf ein Plus von über 2 Prozent zu, nachdem er 2017 mit einem Kursanstieg von über 12 Prozent die beste Bilanz seit vier Jahren hingelegt hatte.

Der Chiphersteller Infineon konnte die Anleger trotz operativ guter Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2017/18 nicht begeistern. Vielmehr belastete der gesenkte Umsatzausblick, wenngleich das Unternehmen selbst und etliche Analysten betonten, dass dies lediglich der Euro-Stärke zum US-Dollar geschuldet sei. Siemens schaffte dagegen ein Kursplus von 1,32 Prozent. Lob bekam der Technologiekonzern vor allem für die gute Auftragslage.

Besser schlugen sich zur Wochenmitte die anderen deutschen Indizes: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen erholte sich um 0,65 Prozent auf 26.878,97 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,93 Prozent auf 2663,28 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,09 Prozent auf 3610,02 Zähler hoch.

Der Euro stieg zuletzt auf 1,2465 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,2421 (Montag: 1,2379) US-Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,47 Prozent am Vortag auf 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 139,19 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,20 Prozent auf 159,15 Punkte.