Hamburg (dpa/lno) - Nach dreijähriger Pause nimmt das Diakonische Werk Hamburg im Februar die Beobachtung von Abschiebungen am Hamburger Flughafen wieder auf. Der Zweck sei dafür zu sorgen, "dass diese Maßnahmen zivilgesellschaftlicher Kontrolle nicht völlig entzogen sind und dass problematische Vorkommnisse vermieden oder zumindest aufgearbeitet werden", sagte Dirk Hauer vom Diakonischen Werk am Mittwoch.

Ein Sozialarbeiter soll als neutraler Beobachter Ansprechpartner für alle Beteiligten sein, ausgewählte Abschiebungen dokumentieren sowie auffällige Vorfälle festhalten. Die Berichte werden anschließend in einem Begleitgremium zwischen staatlichen Stellen, Kirchen und Nichtregierungsorganisationen besprochen. Der rot-grüne Senat finanziert die Stelle nach Angaben der Innenbehörde in diesem Jahr mit gut 50 000 Euro.