Hamburg (dpa/lno) - Das Amtsgericht Hamburg hat am Mittwoch eine ehemalige Mitarbeiterin des Jugendamts Eimsbüttel vom Vorwurf des Drogenhandels freigesprochen. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Die Aussage des 17 Jahre alten Hauptzeugen sei nicht hinreichend glaubwürdig, sagte die Richterin nach Angaben der Verteidigerin. Es habe zu viele eklatante Widersprüche gegeben.

Der 31 Jahre alten Angeklagten war vorgeworfen worden, dem Jugendlichen in ihrer Wohnung 50 Gramm Marihuana gezeigt zu haben. Sie wisse nicht, wie man eine solche Menge verkaufe, sollte sie gesagt haben. Der damals 15-Jährige habe daraufhin angeboten, nach Abnehmern zu suchen. Die Schule des Jungen hatte die Polizei eingeschaltet. Die Beamten hatten die Wohnung der Sozialpädagogin durchsucht und dabei unter anderem zwei Tütchen mit einer geringen Menge Drogen gefunden. Ein Strafverfahren gegen den Jugendlichen war bereits eingestellt worden.