Hamburg (dpa/lno) - Im Prozess um den verbotenen Salafisten-Verein Millatu Ibrahim hat das Landgericht Hamburg die Angeklagten freigesprochen. "Die Beweisaufnahme hat Indizien ergeben, aber in keiner Weise Erkenntnisse, die für eine Verurteilung ausreichen", sagte der Vorsitzende Richter der Staatsschutzkammer am Mittwoch. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Freispruch plädiert.

Den Männern im Alter von 25 bis 37 Jahren war vorgeworfen worden, Unterstützer der seit 2012 verbotenen salafistischen Vereinigung zu sein und sich regelmäßig in einer Moschee in Hamburg-Harburg getroffen zu haben. Zudem sollen sie Koranverteilungsstände organisiert haben. Laut Anklage verstießen sie damit gegen das Vereinsverbot.