Berlin (dpa) - Im Blickpunkt des 24. Bundeslig-Spieltages steht das Nordderby zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV. Aber in der unteren Tabellenhälfte benötigen auch der SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC und der VfB Stuttgart Punkte, um nicht weiter in die Abstiegszone zu rutschen.

DERBY-TIME: Nur zwei Tabellenplätze, aber sechs Punkte trennen die beiden Nord-Rivalen. Für den HSV ist die Lage prekär: Im Falle einer Niederlage verlieren die Hamburger einen Konkurrenten und wohl auch die rettenden Plätze aus den Augen. Bremen ist unter Trainer Florian Kohfeldt vor eigenem Publikum noch unbesiegt. Die Gäste warten hingegen seit zehn Spielen auf einen Punkte-Dreier. Im Baden-Derby zwischen Hoffenheim und Freiburg sind die Gäste derzeit in besserer Form und können mit einem Sieg mit Hoffenheim gleichziehen. Das dritte Derby des Spieltages steigt am Sonntag im Westen, wenn Bayer Leverkusen und der FC Schalke 04 aufeinandertreffen.

HEIMSTARKE BAYERN: Der FC Bayern München ist nicht nur souveräner Tabellenführer, sondern auch die mit Abstand beste Heimmannschaft. In elf Spielen gelangen dem Rekordmeister zehn Siege. Dass ausgerechnet Hertha BSC am Samstag die Serie knackt, wäre außergewöhnlich. Den letzten Sieg in München schafften die Berliner im Oktober 1977. Nach dem deutlichen 5:0-Erfolg in der Champions League gegen Besiktas Istanbul wird Trainer Jupp Heynckes sein Team wieder auf einigen Positionen ändern. James Rodriguez und Jerome Boateng fallen ohnehin aus, Robert Lewandowski steht vor seinem 250. Bundesligaspiel.

GLADBACHER NEGATIVTREND: Die Entwicklung ist besorgniserregend: An zehn Spieltagen stand Borussia Mönchengladbach in der Hinrunde auf einem internationalen Startplatz. Nun steht das Team von Trainer Dieter Hecking nach vier Niederlagen in Serie, in denen zudem kein Tor gelang, mit dem Rücken zur Wand. Die Aussichten auf ein Ende des Negativtrends sind nicht gut: Hecking muss auch in der Partie bei Hannover 96 wieder auf acht Spieler verzichten, darunter ist auch der Brasilianer Raffael. "Die Mannschaft will schnellstmöglich diesen negativen Lauf beenden. Und das ist für mich als Trainer das Wichtigste", sagte der Gladbacher Coach.

FRANKFURTER AUFWÄRTSTREND: Achtung, die Hessen kommen. Eintracht Frankfurt hat sich mit vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen bis auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben und muss nun bei den heimstarken Stuttgartern antreten. Sechs der vergangenen sieben Auswärtsspiele haben die Frankfurter allerdings nicht verloren.

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