Berlin (dpa) - Wird es ein Favorit oder ein Außenseiter? Bei der 68. Berlinale werden am Abend die Gewinner der Bären-Trophäen bekannt gegeben. 19 Filme konkurrierten im Wettbewerb, darunter vier aus Deutschland.

Der Goldene Bär wird für den besten Film vergeben. Silberne Bären gibt es beispielsweise für die beste Regie, die besten Darsteller und das beste Drehbuch. Präsident der diesjährigen Jury ist der deutsche Regisseur Tom Tykwer. Vergangenes Jahr hatte der ungarische Film "Körper und Seele" von Ildikó Enyedi den Goldenen Bären bekommen.

Noch wird spekuliert, wer es diesmal auf die Preisliste schaffen könnte. Einer der Anwärter ist dieses Jahr der philippinische Film "In Zeiten des Teufels" von Lav Diaz, der mit seinen Filmen bereits in Venedig und Locarno erfolgreich war. Auch "Transit" von Christian Petzold und "In den Gängen" von Thomas Stuber, der zum Finale am Freitag punktete, werden Chancen eingeräumt. Ebenfalls Eindruck hinterließen die Filme "Dovlatov" aus Russland sowie "Utøya 22. Juli" über den verheerenden rechtsextremen Anschlag in Norwegen im Jahr 2011.

Unter den Schauspielern gelten Marie Bäumer, die Romy Schneider in "3 Tage in Quiberon" spielte, und Franz Rogowski ("Transit", "In den Gängen") als Anwärter auf einen Silbernen Bären. Joaquin Phoenix hatte in Gus Van Sants "Don't worry, weglaufen geht nicht" einen starken Auftritt. Auch Ana Brun aus dem hoch gehandelten Film "Die Erbinnen" über ein alterndes Frauenpaar in Paraguay sowie Andrea Berntzen aus "Utøya 22. Juli" haben Chancen auf einen Darstellerpreis.

Wes Andersons Animationsfilm "Isle of Dogs" hatte das Festival am Donnerstag vergangener Woche eröffnet. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin liefen insgesamt rund 400 Produktionen aus aller Welt. Das Festival endet am Sonntag mit einem Publikumstag. Für Dieter Kosslick war es die vorletzte Ausgabe als Leiter der Berlinale. Seine Amtszeit endet 2019.

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