Solingen (dpa) - Seine erste und vorerst letzte Ausstellung in Deutschland hatte Eric Isenburger im Januar 1933 in Berlin. Kurz darauf kamen die Nazis an die Macht und Isenburger musste Hals über Kopf mit seiner Ehefrau Jula nach Frankreich flüchten.

85 Jahre vergingen, bis Isenburger (1902-1994) nun wiederentdeckt wird. Das Solinger Zentrum für Verfolgte Künste zeigt die erste Museumsausstellung Isenburgers mit 110 Gemälden, 35 Grafiken, Fotos und Filmmaterial.

"Isenburger war auf dem Sprung nach ganz oben", sagte der Leiter des Solinger Museums, Rolf Jessewitsch, am Donnerstag. Marlene Dietrich, Albert Einstein - alle wollten von Isenburger porträtiert werden. Dazu sollte es nicht mehr kommen. Mit der Ausstellung 1933 "bricht eine hoffnungsvolle Karriere ab", sagt Jessewitsch.

Sein Leben hatte Isenburger dem Galeristen Wolfgang Gurlitt zu verdanken, der die Schau in Berlin organisiert hatte. Gurlitt, der ein Cousin des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt war, warnte das Ehepaar Isenburger und verhalf ihm zur Flucht.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Giersch-Museum der Goethe Universität Frankfurt, wo sie bereits zu sehen war, und dem Kunstmuseum Bayreuth, das die Schau im Sommer zur Festspielzeit zeigen will.