Berlin (dpa) - Kalter Start ins Wochenende: Nach einigen milden Tagen sind die Temperaturen in der Nacht zum Samstag vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands wieder deutlich unter den Gefrierpunkt gefallen.

In Altenberg im Erzgebirge wurden um 05.00 Uhr morgens minus 8,8 Grad gemessen, auf dem Brocken im Harz sogar minus 14 Grad. Die gefühlte Temperatur liege wegen des "Windchill-Effekts" jedoch bei minus 42 Grad Celsius, sagte ein Mitarbeiter der dortigen Wetterwarte am Samstag.

Der Leipziger Hauptbahnhof wurde durch starken Schneefall komplett lahmgelegt. Die Sperrung des Bahnhofs betreffe sowohl den Fern-, als auch der Nahverkehr, teilte die Deutsche Bahn am Morgen mit. Der Fernverkehr werde umgeleitet, die S-Bahnen führen so nah wie möglich an Leipzig heran. Aufgrund der Kälte seien vor dem Bahnhof die Weichen ohne Weichenheizung eingefroren. Seit 3:00 Uhr am Samstagmorgen seien Räumkommandos im Einsatz, die Schneeverwehungen entfernten. Außerdem würden die Weichen repariert. "Solange es nicht aufhört zu schneien, ist die Arbeit ein Fass ohne Boden " sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

In Hamburg hat stürmischer Wind das Kreuzfahrtschiff "Aidaperla" am planmäßigen Einlaufen in den Hafen gehindert. Statt um 8.00 Uhr werde das etwa 300 Meter lange Schiff mit rund 3000 Passagieren an Bord voraussichtlich erst gegen 14.30 Uhr am Kreuzfahrtterminal in Hamburg-Steinwerder anlegen, sagte eine Sprecherin von Aida Cruises.

Im Süden zeigte das Thermometer demnach vielerorts Pluswerte an, so etwa knapp vier Grad im bayerischen Ort Metten. Für Samstag warnt der Deutsche Wetterdienst an der Küste und in höheren Lagen der Mittelgebirge vor zum Teil schweren Sturmböen. Auf dem Brocken werden orkanartige Böen erwartet.