Frankfurt/Main (dpa) - Nach deutlichen Vortagesverlusten hat sich der Dax am Dienstagmorgen ohne klare Richtung gezeigt. Die moderaten Auftaktgewinne bröckelten ab, so dass zuletzt nur noch ein Plus von 0,04 Prozent auf 12 222,31 Punkte übrig blieb.

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) wollten sich die meisten Anleger nicht in großem Stil positionieren. Zwar gilt als ausgemacht, dass der Leitzins in den USA am Mittwoch zum sechsten Mal in Folge erhöht wird, doch spannend bleiben mögliche Signale über weitere geldpolitische Entscheidungen.

Im drohenden Handelsstreit mit den USA macht sich derweil etwas Optimismus breit. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht nach einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Wilbur Ross Möglichkeiten für eine Lösung im Streit um Zölle auf Stahl und Aluminium.

Die Kurse in den deutschen Nebenwerte-Indizes waren kaum unverändert: Der MDax zeigte sich am Vormittag mit 0,11 Prozent im Plus auf 25 606,98 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,34 Prozent auf 2660,00 Punkte vor. Außerdem stieg auch der Eurozonen-Leitindex, der EuroStoxx 50, um 0,06 Prozent auf 3396,88 Zähler.

Mit Blick auf Einzelwerte stehen kaum Neuigkeiten an. Im Dax waren die Aktien der Deutschen Börse nach einer positiven Studie der britischen Großbank HSBC mit plus 1,2 Prozent gefragt. Schlusslicht war das Henkel-Papier, das um 1,7 Prozent nachgab. Laut der Privatbank Metzler ist in der ersten Jahreshälfte kaum mit Wachstum zu rechnen.

Im Index der mittelgroßen Unternehmen werden der Autozulieferer Leoni und die auf Einkaufszentren spezialisierte Deutsche Euroshop im Handelsverlauf ihre endgültigen Jahreszahlen vorlegen. Unterdessen berichtete der SDax-Immobilienkonzern Ado Properties über sein abgelaufenes Jahr und will 2018 den Betriebsgewinn (FFO I) weiter steigern. Die Aktie reagierte allerdings mit einem Verlust von 0,8 Prozent, während die des Baumaschinenherstellers Wacker Neuson um 2,5 Prozent zulegte. Umsatz und Profitabilität dürften besser als vom Unternehmen prognostiziert ausgefallen sein, erwartet Warburg-Analyst Alexander Wahl.

Außerhalb der wichtigen Indizes sprangen die Anteile von Tom Tailor um 5,5 Prozent hoch, nachdem der Modekonzern mit seiner Profitabilität überzeugte. Er meldete das "beste Nachsteuerergebnis" der Firmengeschichte und gab auch einen erfreulichen Ausblick auf das Jahr 2018, den ein Händler zudem als "konservativ" einstufte.