Offenbach (dpa) - Laut Kalender mag der Frühling beginnen, doch in Deutschland herrscht weiterhin Winterwetter: Zum Tag des kalendarischen Frühlingsanfangs zieht eine Kaltfront aus Nordosten mit Schnee und Glätte von Norden nach Süden.

Örtlich herrschte nachts Frost unter minus zehn Grad. Immerhin soll das Quecksilber im Laufe des Tages fast überall auch mal über null Grad klettern, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Dienstagmorgen in Offenbach sagte.

Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter in Deutschland winterlich. "Am Donnerstagfrüh kommt von Nordwesten zwar eine Warmfront ins Land, die aber wieder Schnee bringt", sagte Meteorologe Thore Hansen vom DWD.

Dass es Mitte oder Ende März noch Schneefall gebe, könne schon vorkommen: "Es ist nicht so ungewöhnlich, dass sich das so zieht mit dem Wetter." Auf weiße Ostern wollte Hansen sich allerdings nicht festlegen lassen, denn das sei noch weit hin. Aber: "Ostern liegt in diesem Jahr recht früh, da ist es schon wahrscheinlicher, dass das Wetter nicht so toll ist."

Offiziell berechnet beginnt der kalendarische Frühling laut DWD am Dienstag um 17.15 Uhr deutscher Zeit, dann steht die Sonne auf ihrem scheinbaren Weg nach Norden genau senkrecht über dem Äquator. Mit maximal acht Grad fällt der diesjährige Frühlingsstart aber eher kühl aus - besonders etwa im Vergleich zum 20. März vor vier Jahren. Dank einer kräftigen Südwestströmung wurden da nämlich verbreitet Höchstwerte von mehr als 20 Grad gemessen, im Südwesten wurde es örtlich gar 24 Grad warm, wie die Meteorologen schreiben.

Davon können die Menschen in Deutschland auch in den kommenden Tagen nur träumen. Nachts steht weiter Frost auf dem Programm, tagsüber steigen die Temperaturen nur nach und nach an. Am Mittwoch wird es am Niederrhein mit sieben Grad am wärmsten, am Donnerstag wird es nur ein Grad wärmer. Am Freitag wird immerhin schon die Zehn-Grad-Marke erreicht oder sogar knapp überschritten, bevor am Samstag fast schon Grund zum Feiern besteht: Bei bis zu 13 Grad scheint dann im Süden sowie in der östlichen Mitte Deutschlands tatsächlich die Sonne.