Berlin (dpa) - Für manche Asylbewerber ist Deutschland offenbar so attraktiv, dass sie nach der Anerkennung in einem anderen EU-Land hier einen weiteren Asylantrag stellen. Die Zahl solcher unzulässigen Zweit-Anträge habe sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, berichtete die "Welt am Sonntag". Die Zeitung beruft sich auf Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. 2017 seien 8210 solcher Anträge gestellt worden. Zwar seien solche Anträge unzulässig und würden gar nicht erst bearbeitet. Allerdings würden nicht alle Antragsteller wieder in ihr Erst-Asylland zurückgebracht.