Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich nach seiner Erholung seit Ende März kraftlos. Der Dax fiel im frühen Handel um 0,19 Prozent auf 12.543,17 Punkte.

Zuletzt hatten die Ängste der Anleger vor möglichen Belastungen für die Weltwirtschaft wegen des Zollkonflikts zwischen den USA und China nachgelassen. Auch der Syrien-Konflikt rückte etwas in den Hintergrund. Beide Themen schwelen aber weiter.

Durchwachsene Signale lieferte indes der Start der Berichtssaison der Unternehmen. Vor allem der starke Euro wird als Störfeuer gesehen, nachdem der Autozulieferer Continental auch wegen Wechselkursbelastungen bei seinen Zielen zurückrudern musste.

Für den Index der mittelgroßen Unternehmen MDax ging es zum Wochenschluss um 0,10 Prozent auf 26.047,23 Punkte nach oben, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,33 Prozent auf 2630,09 Punkte nachgab. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank ebenfalls moderat.

Die Aktien des Versorgers RWE waren nach einer Kaufempfehlung der französischen Bank Societe Generale mit plus 0,20 Prozent unter den Favoriten im Dax. Schlusslicht waren die Papiere der Lufthansa mit minus 1,32 Prozent.

Zu den größten Dax-Verlierern zählten auch die Papiere des Chipkonzerns Infineon. Sie büßten mehr als 1 Prozent ein. Hier belastete abermals ein schwacher Umsatzausblick des bedeutenden taiwanischen Chipherstellers TSMC. Im TecDax büßten die Anteilsscheine des LED- und Chipindustrieausrüsters Aixtron zweieinhalb Prozent ein.