Nürnberg (dpa) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ruft zu den traditionellen Kundgebungen zum "Tag der Arbeit" auf - unter dem Motto "Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit". Geplant sind nach Gewerkschaftsangaben bundesweit knapp 500 Veranstaltungen.

GB-Chef Reiner Hoffmann wird bei der Hauptkundgebung in Nürnberg sprechen. IG-Metall-Chef Jörg Hofmann tritt bei einer Kundgebung in Kassel auf, Verdi-Chef Frank Bsirske in Braunschweig. Im vergangenen Jahr hatten nach Gewerkschaftsangaben rund 360.000 Menschen die Kundgebungen besucht.

Im Mittelpunkt der Reden dürfte neben der Debatte über eine Reform von Hartz IV auch die Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen stehen. Neben DGB-Chef Hoffmann hatte sich im Vorfeld des 1. Mai auch IG-Metall-Chef Hofmann gegen eine solche staatliche Leistung ausgesprochen. Auch die Digitalisierung der Arbeitswelt, bei der vernetzte IT-Systeme ganze Produktionsabläufe koordinieren und damit unter Umständen menschliche Arbeitskraft ersetzen, dürfte die Veranstaltung bestimmen.

Der "Tag der Arbeit" am 1. Mai wird seit rund 130 Jahren von der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung in aller Welt begangen.