Luxemburg (dpa) - Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich zu Jahresbeginn abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im ersten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat laut einer ersten Schnellschätzung mit.

Im vierten Quartal 2017 war die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten mit der Abschwächung gerechnet. Zuletzt hatte sich eine Reihe von wirtschaftlichen Frühindikatoren abgeschwächt.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal um 2,5 Prozent. Auch dies war erwartet worden. Im Vorquartal hatte das Wachstum noch bei 2,8 Prozent gelegen.

Experten verweisen auch auf das schlechte Wetter. Dies dürfte vor allem die Bauproduktion belastet haben. «Neben Sondereffekten wie der kalten Witterung im März dürfte vor allem die spürbare Aufwertung des Euro gebremst haben», sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil.

Die Aufwertung des Euro habe die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen belastet. Weil erwartet auch in den kommenden Monaten nur ein moderates Wachstumstempo.