London (dpa) - Die British-Airways-Mutter IAG ist dank höherer Ticketpreise mit einem überraschend kräftigen Gewinnplus ins Jahr gestartet.

Abseits von Sondereffekten erzielte der Luftfahrtkonzern im ersten Quartal einen operativen Gewinn von 280 Millionen Euro und damit 75 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die International Airlines Group (IAG) in London mitteilte.

Unter dem Strich sprang der Gewinn sogar von 72 auf 794 Millionen Euro in die Höhe, weil IAG nach einer Einigung auf ein neues Betriebsrenten-System ihre langfristigen Verpflichtungen deutlich reduzieren konnte.

Konzernchef Willie Walsh sieht den Konzern damit auf Kurs, seinen operativen Gewinn in diesem Jahr wie geplant zu steigern. 2017 hatte IAG ihr operatives Ergebnis auf 3 Milliarden Euro in die Höhe getrieben. Zu dem Konzern gehören neben British Airways auch die spanischen Fluggesellschaften Iberia und Vueling, die irische Fluglinie Aer Lingus und die neue Billig-Langstrecken-Airline Level. Zuletzt hat IAG zudem ein Auge auf den norwegischen Billigflieger Norwegian geworfen und denkt über ein Übernahmegebot nach.

Im ersten Quartal konnte IAG die Durchschnittserlöse im Passagiergeschäft währungsbereinigt um 3,5 Prozent nach oben treiben. Die anteiligen Treibstoffkosten seien hingegen nur um 0,6 Prozent gestiegen, sagte Walsh. Der Umsatz legte konzernweit um gut zwei Prozent auf 5 Milliarden Euro zu.

Fluggesellschaften schreiben im Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fliegen sie hauptsächlich in der Hauptreisezeit im Sommer ein.