Santiago de Chile (AFP) Nach dem Tod eines offenbar vergewaltigten Babys in Chile treibt die Regierung eine Gesetzesverschärfung voran. Präsident Sebastián Piñera unterzeichnete am Donnerstag einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Verjährungsfrist für Kindesmissbrauch. Wer als Kind missbraucht werde, habe das Recht darauf, "Gerechtigkeit zu erfahren", sagte der Staatschef. Es müsse verhindert werden, dass die Täter aufgrund der bisherigen Verjährungsfrist von fünf bis zehn Jahren straffrei bleiben. Der Gesetzentwurf werde nun "mit äußerster Dringlichkeit" im Parlament beraten.