Frankfurt/Main (dpa) - Ein starker Handel an den internationalen Börsen hat den Dax nur kurz über 13.000 Punkten halten können.

«Man merkt, dass die Luft auf dem hohen Niveau langsam dünner wird», sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Broker Axitrader. «Heute Morgen sorgen zusätzlich der wieder stärkere Euro und der Unsicherheitsfaktor Italien für Gegenwind.»

Eine Stunde nach Handelsbeginn stand der deutsche Leitindex 0,24 Prozent im Minus bei 12.969,58 Punkten. Am Freitag hatte er zwar leicht nachgegeben, unter dem Strich aber die siebte Handelswoche in Folge mit Gewinnen beendet.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montagvormittag um 0,47 Prozent auf 26.574,37 Zähler nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,40 Prozent auf 2768,47 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,10 Prozent auf 3562,01 Punkte.

Für viele Marktteilnehmer muss der Dax in dieser Woche beweisen, ob er die 13.000-Punkte-Schwelle nachhaltig hinter sich lassen kann. Am vergangenen Donnerstag hatte er die Marke erstmals seit Anfang Februar wieder übersprungen und sie zum Wochenausklang knapp verteidigt. Die Umsätze waren wegen des Feiertages am Donnerstag und des anschließenden Brückentages aber dünn.

Beim Flugzeugbauer Airbus sorgte ein weiterer Abgang im Management für einen Kursrutsch von 1,49 Prozent, womit die Titel einer der größten Verlierer im MDax waren. Finanzchef Harald Wilhelm werde das Unternehmen im kommenden Jahr zusammen mit Konzernchef Tom Enders verlassen, teilte der Boeing-Rivale mit.

Die Aktien von K+S verloren 0,25 Prozent, hielten sich damit aber etwas besser als der MDax. Der Dünger- und Salzproduzent verfehlte zum Jahresbeginn die Markterwartungen. Die dennoch bestätigten Jahresziele, die deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis vorsehen, konnten die Anleger offenbar ein wenig versöhnen.

Die Anteilsscheine der Deutschen Pfandbriefbank, die dank deutlich gesunkener Refinanzierungskosten gut in das laufende Jahr gestartet ist, verloren dennoch 0,59 Prozent. Das erste Quartal habe die Erwartungen weitgehend erfüllt, schrieb Analyst Kian Abouhossein von der US-Bank JPMorgan.

Bei Innogy stand ein kleines Kursplus von 0,14 Prozent zu Buche. Der vor der Zerschlagung stehende Energiekonzern nannte für das erste Quartal rückläufige Gewinne, hielt aber ebenfalls an seinen Jahreszielen fest. Börsianer sahen die Resultate im Rahmen der Erwartungen. Doch der Blick der Anleger liege ohnehin auf der geplanten Aufteilung unter den beiden Energieriesen Eon und RWE.

Derweil kamen die Quartalszahlen der Autozulieferer Grammer und Elringklinger am Markt unterschiedlich an. Während Grammer-Titel mit plus 0,84 Prozent im SDax der geringer kapitalisierten Unternehmen vorne mitmischten, büßten die Anteilsscheine von Schlusslicht Elringklinger 3,99 Prozent ein.