Gaza/Tel Aviv (dpa) - Die Zahl der bei schweren Protesten im Gazastreifen an der Grenze zu Israel getöteten Palästinenser ist auf 18 gestiegen. Rund Tausend weitere Menschen wurden nach Angaben des örtlichen Gesundheitsministeriums verletzt, etwa die Hälfte durch Schüsse israelischer Soldaten.

Drei Palästinenser wurden nach Angaben der israelischen Armee bei dem Versuch getötet, an der Grenze einen Sprengsatz zu legen. Die Männer seien in der Nähe von Rafah erschossen worden, teilte das Militär bei Twitter mit.

An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen setzten zahlreiche Palästinenser Reifen in Brand; dichter schwarzer Rauch stieg in den Himmel. Nach Berichten von Augenzeugen versuchten mehrere Männer, den Grenzzaun zu Israel zu durchschneiden.

Die USA verlegen ihre Botschaft in Israel offiziell von Tel Aviv nach Jerusalem. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember im Alleingang als Hauptstadt Israels anerkannt. Dies löste schwere Unruhen in den Palästinensergebieten aus. Israel feiert den Schritt dagegen als politischen Triumph. Israel beansprucht die ganze Stadt als seine Hauptstadt, die Palästinenser sehen in dem 1967 von Israel eroberten Ostteil die Hauptstadt eines künftigen eigenen Staates.