Madrid (dpa) - Deutschlands Tennis-Hoffnung Alexander Zverev sieht trotz seines Masters-Sieges in Madrid weiter Sandplatz-König Rafael Nadal als Top-Anwärter auf den French-Open-Triumph.

"Rafa ist der Favorit, egal wo er auf Sand spielt. Er ist der Favorit in Rom, er ist der Favorit in Paris, dort noch mehr als anderswo. Er ist immer noch der, den es zu schlagen gilt", sagte Zverev mit Blick auf die kommenden beiden Sandplatz-Turniere. Zuvor hatte der Weltranglisten-Dritte aus Hamburg den Österreicher Dominic Thiem im Endspiel von Madrid überzeugend mit 6:4, 6:4 geschlagen und sich damit erneut als Kandidat für einen Grand-Slam-Titel gezeigt.

Für den 21 Jahre alten Zverev war es der zweite Titel in zwei Wochen nach seinem jüngsten Erfolg in München. "Es lief ziemlich gut für mich auf Sand dieses Jahr. Ich hoffe, ich kann diese Serie in Rom fortsetzen", sagte Zverev. In der italienischen Hauptstadt hatte er im Vorjahr das Turnier gewonnen. "Ich habe viel Motivation, auch dort gut zu spielen", sagte Zverev.

Boris Becker hat nach dem dritten Masters-Titel von Alexander Zverev indes vor überzogenen Erwartungen für die French Open gewarnt. "Ich würde die Überschrift "Mitfavorit" nicht wählen wollen, dafür lief es bei den Grand Slams für ihn bislang nicht gut genug", sagte Becker der Deutschen Presse-Agentur. Das Ziel Hamburgers müsse es sein, "die zweite Woche zu erreichen und dann von Match zu Match zu schauen", sagte der dreimalige Wimbledonsieger und Chefberater des Deutschen Tennis Bundes.

Als Titelanwärter Nummer eins sieht Becker für das Turnier in Paris vom 27. Mai bis zum 10. Juni den Vorjahressieger und zehnmaligen Champion Rafael Nadal. "Da ist Nadal und dann lange nichts", sagte Becker über die Ausnahmestellung des Spaniers auf dessen Lieblingsbelag Sand. "Vor allem die Art und Weise, wie er gewonnen hat, war außergewöhnlich. Thiem gehört auf Sand zu den Allerbesten, Sascha hat ihm keine Chance gelassen. Das zeigt seine Klasse", sagte Becker.

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