Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat mit Mühe den Schritt über die 13 000-Punkte-Marke knapp geschafft. Bis zum Mittag arbeitete sich der deutsche Leitindex um 0,18 Prozent auf 13.020,18 Punkte hoch.

Ob er die viel beachtete Schwelle diesmal dauerhaft hinter sich lassen kann, bleibt abzuwarten - schon an den vergangenen Tagen war das Börsenbarometer daran wiederholt gescheitert.

Während der schwache Euro den Dax stützt, gibt es weiterhin Gegenwind durch politische Risiken sowie die steigenden Anleiherenditen in den USA. Zudem liegen für den Dax um die 13.000 Punkte gleich mehrere technische Widerstände.

Die anderen deutschen Indizes zeigten am Donnerstag kaum mehr Dynamik als der Dax: Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann 0,48 Prozent auf 26.745,27 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,25 Prozent auf 2788,90 Zähler vorrückte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,25 Prozent auf 3571,66 Punkte hoch.

In der hiesigen Berichtssaison war das Nachrichtenaufkommen erneut übersichtlich: Auf der Agenda standen zwar einige Quartalszahlen - allerdings wie schon zur Wochenmitte nur von Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Beim Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA hatten die Anleger auch ohne Geschäftsresultate Grund zur Freude: Ermutigende Zwischenergebnisse aus einer Lungenkrebsstudie zum Mittel Tepotinib bescherten den Aktien einen Kurssprung von 2,92 Prozent und den Spitzenplatz im Dax.

Im MDax führten die zuletzt gebeutelten Ceconomy-Titel mit plus 6,85 Prozent die Gewinnerliste an. Der Elektronikhändler machte im zweiten Geschäftsquartal operativ weitere Fortschritte: Nachdem im Weihnachtsgeschäft noch Rabattschlachten und hohe Kosten belastet hatten, wirkten sich nun die eingeleiteten Sparmaßnahmen sowie höhere Service-Erträge und wegfallende Einmaleffekte positiv aus.