Rom (dpa) - Bei dem Bootsunglück im Mittelmeer vor der tunesischen Küste könnten am Wochenende mehr als 110 Menschen ums Leben gekommen sein. Neben 48 geborgenen Leichen gebe es "vielleicht mehr als 64 Vermisste", twitterte ein Sprecher der Internationalen Organisation für Migration. Das IOM-Büro in Tunesien erhöhte am Abend die Zahl der ins Krankenhaus gebrachten Toten auf 60. Mehr als 70 Migranten hätten das Unglück nahe der Inselgruppe Kerkenna überlebt. Die Opfer sind offenbar hauptsächlich Tunesier.