Berlin (dpa) - Lilly Becker (41) zeigt sich nach einem "langen Kampf um ihre Ehe" tief traurig über die Trennung von ihrem Mann Boris (50). "Der Schmerz ist groß, und es tut unglaublich weh", sagte das niederländische Model im Interview des Magazins "Stern" (Donnerstag).

"Das Ende ist schon etwas her, und nur deshalb bin ich in der Lage, jetzt darüber zu sprechen."

Das prominente Paar versuchte demnach auch mit einer gemeinsamen Therapie, die Ehe zu retten. "Am Ende mussten wir uns eingestehen, dass die Trennung die einzige Lösung ist, um zumindest unsere Beziehung als Eltern und Freunde retten zu können", sagte die 41-Jährige. Es habe nicht nur "den einen Grund" für die Trennung gegeben. "Als Ehepaar hat es einfach nicht mehr funktioniert."

"Wir waren in allem immer sehr leidenschaftlich, im Leben, in der Liebe, im Sex und im Streit", beschrieb Lilly Becker die Beziehung mit der Tennislegende. "Da kann ich sehr aufbrausend und laut werden. Und Boris Becker kann dann sehr still werden."

Über das Leben mit dem dreimaligen Wimbledon-Sieger sagte sie: "An der Seite eines so bekannten Mannes brauchst du irgendwann das Gefühl, auch für etwas Eigenes zu stehen." Das sei ihr nur bedingt gelungen. "Bisher bin ich, zumindest für die Öffentlichkeit, die Frau von Boris Becker beziehungsweise jetzt die Ex-Frau."

Sich neu zu verlieben, könne sie sich momentan nicht vorstellen, sagte die in London lebende Sharlely "Lilly" Becker, geborene Kerssenberg. "Der einzige Mann in meinem Leben ist mein Sohn." Jetzt beginne ein neues Kapitel für sie - auch beruflich. "Ich habe eigene Ideen, die ich ausprobieren möchte, und werde mir die Projekte genau ansehen, die man mir anbietet."

In der vorigen Woche hatte ein Anwalt von Boris Becker die "einvernehmliche und freundschaftliche" Trennung des Paares bestätigt. Der Tennisstar und die Niederländerin hatten sich 2005 kennengelernt und am 12. Juni 2009 geheiratet. Sie haben den gemeinsamen Sohn Amadeus (8).

Auszüge aus dem "Stern"-Interview