Berlin (dpa) - Nach dem mutmaßlich von einem Migranten begangenen Mord in Wiesbaden wird in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der Ruf nach einer Verkürzung der Asylklageverfahren laut. Der Asylantrag des Irakers war Ende 2016 abgelehnt worden, er hatte Rechtsmittel dagegen eingelegt, seine Abschiebung war gestoppt. Unions-Innenpolitiker Mathias Middelberg sagte der "Rheinischen Post": "Es darf nicht sein, dass ein abgelehnter Asylbewerber sein Aufenthaltsrecht allein durch eine Klage um deutlich mehr als ein Jahr verlängern kann." Auch das Personal der Gerichte müsse aufgestockt werden.