Frankfurt/Main (dpa) - Ein Ansatz zur Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat den Dax nach oben getrieben.

US-Präsident Donald Trump will bei Investitionen Chinas in den USA auf harte Maßnahmen verzichten. Diese Nachricht ließ den Dax am frühen Nachmittag um 0,88 Prozent auf 12.342,61 Punkte zulegen. Am Vormittag hatten die Kurse noch nachgegeben.

Auch der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,81 Prozent, und an der Wall Street wird nun zum Handelsauftakt ebenfalls mit Kursgewinnen gerechnet. Zuletzt hatte sich der Handelskrieg zwischen den beiden Staaten immer mehr zugespitzt und die Börsen schwer belastet: Vom Hoch am 15. Juni hatte der Dax fast acht Prozent eingebüßt.

Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es am Mittwoch um 0,59 Prozent nach oben auf 25.957,87 Punkte. Der TecDax gab hingegen um 0,78 Prozent auf 2724,00 Punkte nach. Hier belasteten hohe Kursverluste von Telekommunikations-Werten.

Aktien der Deutschen Bank fielen auf ein Rekordtief. Sie büßten zeitweise bis zu knapp 5 Prozent ein auf 8,755 Euro. Zuletzt lagen sie noch mit 2 Prozent im Minus.

Gerade die Deutsche Bank berge große Risiken für Anleger, sagte Analyst Andrew Lim von der französischen Bank Societe Generale. Sie verliere Marktanteile vor allem im Aktiengeschäft und sei schwach mit Eigenkapital ausgestattet. Lim riet weiter zum Verkauf der Aktien.

An der Spitze des Dax fanden sich die Papiere von Thyssenkrupp. Händler führten die Gewinne auf Medienberichte zurück, wonach sich der deutsche Industriekonzern und die indische Tata Steel in Kürze auf die Modalitäten der Zusammenlegung ihres Stahlgeschäfts in Europa einigen könnten.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 141,52 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,07 Prozent auf 162,17 Punkte zu. Der Eurokurs gab leicht nach, zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1617 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1672 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8568 Euro gekostet.