Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt ist es am Mittwoch weiter abwärts gegangen. Der Dax büßte weitere 0,46 Prozent auf 12.176,75 Punkte ein und fiel damit auf einen Tiefststand seit Anfang April.

Wie schon in den vergangenen Tagen lastete der weltweite Handelskonflikt auf den Kursen. Börsianer verwiesen zudem auf die mit dem Asylstreit verbundene politische Unsicherheit in Deutschland.

Am Vortag war der deutsche Aktienmarkt mit Gewinnen gestartet. Am Nachmittag gerieten die Kurse dann aber wieder unter Druck. In der laufenden Woche liegt der Dax schon wieder mit mehr als 3 Prozent im Minus.

Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 sank am Mittwoch um 0,35 Prozent auf 3357,01 Zähler. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,64 Prozent nach unten auf 25.639,04 Punkte. Der TecDax büßte 0,87 Prozent auf 2721,45 Punkte ein.

Zwar hatten sich die wichtigsten US-Indizes am Vorabend recht stabil gezeigt, der größtenteils schwächere Handel in Asien zeugt jedoch bereits wieder von Verunsicherung. Am Nachmittag dürften Anleger einen Blick auf den Auftragseingang für langlebige Güter in den USA im Mai werfen.

An kursbewegenden Nachrichten zu Einzelwerten mangelte es. Eine Hochstufung der Covestro-Aktie durch die Bank Baader Helvea auf "Kaufen" ließ den Kurs des Chemiekonzerns um 0,4 Prozent steigen, womit er zu den wenigen Gewinnern im Dax zählte.

Aktien von 1&1 Drillisch büßten knapp 6 Prozent ein, belastet von einer Abstufung auf "Halten" durch die Commerzbank. Auch der Kurs des Großaktionärs United Internet verlor 1,8 Prozent. Papiere von Gerresheimer verbilligten sich um mehr als 2 Prozent. Das Bankhaus Lampe senkte die Aktien des Verpackungsspezialisten auf "Halten".