Wien (dpa) - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich vor seinem Gespräch mit der österreichischen Regierung über den von CDU und CSU ausgehandelten Asylkompromiss gelassen gezeigt.

"Wir werden sehr freundschaftlich einvernehmliche Dinge besprechen", sagte Seehofer bei seiner Ankunft im Innenministerium in Wien. Es sei ein Besuch bei Freunden und an dieser Freundschaft werde sich am Mittwoch auch nichts ändern.

Der Asylkompromiss von CDU und CSU sieht vor, dass aus deutschen Transitzentren bestimmte Flüchtlinge wieder nach Österreich zurückgeschickt werden sollen. Diesen Plan akzeptiert die rechts-konservative Regierung Österreichs bisher nicht. Es dürfe keine Vereinbarung zu Lasten des Landes geben, hatte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zuletzt mehrfach betont.