Washington (dpa) - Nach einer ganzen Serie von Skandalen tritt der Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, zurück. US-Präsident Donald Trump schrieb am Donnerstag auf Twitter, er akzeptiere Pruitts Rücktritt.

Dieser war erwartet und von Kritikern bereits seit Monaten gefordert worden - Trump hatte aber lange eisern zu Pruitt gehalten.

Zur Liste der Vorwürfe gegen Pruitt gehören die Verschwendung von Steuergeldern, die Installation einer privaten Telefonkabine in seinem Büro für 43 000 US-Dollar, Nepotismus und der Einsatz von Mitarbeitern für private Zwecke. Gegen Pruitt laufen eine ganze Reihe regierungsinterner Untersuchungen.

Die früher mächtige EPA ist unter Pruitt stark zurückgefahren worden. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, sie ganz abschaffen zu wollen. Im Finanzjahr 2017 beschäftigte die Environmental Protection Agency mit Sitz in Washington DC 17 000 Menschen. Viele der Mitarbeiter wehrten sich gegen Pruitt (50). Er leugnet einen Klimawandel und arbeitete lange als Lobbyist der Energiebranche.