Bangkok (dpa) - Rettungsteams haben nach zwei Bootsunglücken vor der Küste Thailands 21 Leichen geborgen. 35 weitere Menschen wurden noch vermisst, wie der Gouverneur der Provinz Phuket, Norapat Plodthong, mitteilte.

Bei den meisten handelt es sich nach Angaben des Katastrophenschutzes um chinesische Touristen. Die Suche nach den Verunglückten war erst kurz zuvor ausgeweitet worden.

Ein Toter war bereits am Donnerstag gefunden worden, die übrigen am Freitag, sagte Prapan Chantaseng, Chef des örtlichen Katastrophenschutzes, der Deutschen Presse-Agentur.

Bei starkem Wind und hohen Wellen waren am Donnerstag vor der Küste der thailändischen Ferieninsel Phuket zwei Boote mit insgesamt 146 Menschen an Bord gesunken, davon 132 Touristen aus China. Zuvor hatten die Behörden lediglich von 129 Menschen an Bord berichtet.

Ein Boot mit 93 Touristen und 12 Crewmitgliedern sank vor der Insel Koh He. Eine Jacht mit 39 weiteren Touristen und zwei Crewmitgliedern ging vor der Insel Koh Mai Ton unter. Die Marinepolizei konnte den überwiegenden Teil der Menschen retten. Auch ein russisches Paar, dessen Jet-Ski bei der Insel Koh Racha kenterte, konnte nach Angaben der Polizei gerettet werden.

Die drei kleineren Inseln liegen südlich von Thailands größter Insel Koh Phuket. Die Gegend ist bei Urlaubern beliebt. Während der andauernden Regenzeit kann es auf dem Wasser sehr gefährlich werden.