Frankfurt/Main (dpa) - Das Auf und Ab an den Aktienmärkten hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Der Dax, den der Handelskonflikt zwischen den USA und China am Vortag noch stark unter Druck gesetzt hatte, erholte sich um 0,61 Prozent auf 12.492,97 Punkte.

Für ein wenig Beruhigung an den Finanzmärkten sorgte der Nato-Gipfel in Brüssel. Dort hatte US-Präsident Donald Trump zugesichert, weiter zum Verteidigungsbündnis zu stehen. Gleichzeitig stellte Kanzlerin Angela Merkel höhere Ausgaben für die Verteidigung in Aussicht. Zum Thema Handelskonflikt gab es am Donnerstag nichts Neues.

Der MDax rückte am Donnerstag um 0,68 Prozent auf 26.317,15 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax legte sogar um 1,17 Prozent auf 2826,98 Punkte zu, angetrieben von einem neuen Rekordhoch des US-Technologieindex Nasdaq 100.

Die Aussicht auf steigende Zuschüsse einer Gesundheitsbehörde für Dialyse-Patienten in den USA trieb die Aktien von FMC an die Spitze des Dax. Wegen der großen Bedeutung des US-Marktes für den Dialyse-Spezialisten stieg der Kurs um 2,09 Prozent.

Im MDax sprangen die Gerresheimer-Aktien um 7,62 Prozent auf ein Rekordhoch. Zwei Großaufträge und die Übernahme eines Herstellers von Medikamentenpumpen in der Schweiz kamen bei Anlegern gut an. Rheinmetall profitierten von der Aussicht auf steigende Verteidigungsausgaben nach dem Nato-Gipfel in Brüssel. Die Aktien kletterten um 5,23 Prozent.

Die Aktien von Südzucker sackten um 5,17 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren ab. Neben dem klassischen Zuckergeschäft habe zuletzt auch die Spezialitätensparte Schwäche gezeigt, schrieb Analyst Anton Brink von Kepler Cheuvreux anlässlich der Quartalszahlen von Südzucker.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,68 Prozent auf 3445,49 Punkte. An den Börsen in Paris und London ging es noch etwas stärker aufwärts als beim Dax. Der Dow Jones Industrial zeigte sich zum europäischen Börsenschluss ebenfalls freundlich.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,17 Prozent am Vortag auf 0,18 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,07 Prozent auf 141,37 Punkte nach. Der Bund-Future stieg um 0,06 Prozent auf 162,74 Punkte. Der Kurs des Euro legte leicht zu. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,1692 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1658 (Mittwoch: 1,1735) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8578 (0,8522) Euro.