Frankfurt/Main (dpa) - Auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die Anleger am Mittwoch weiter gelassen reagiert. "Zölle und Gegenzölle werden mehr und mehr zur Gewohnheit", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Gegen Mittag rückte der Dax um 0,20 Prozent vor auf 12.182,12 Punkte.

Für die anderen Indizes ging es etwas nach unten. So gab der MDax um 0,10 Prozent auf 26.223,89 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,70 Prozent auf 2887,38 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stand wiederum mit 0,04 Prozent leicht höher.

Die Gasekonzerne Linde und Praxair kommen in den USA laut einem Medienbericht einer Genehmigung ihrer milliardenschweren Fusion durch die Regulierungsbehörden näher. Ein Konsortium aus dem deutschen Industriegasehersteller Messer und dem Finanzinvestor CVC Capital Partners stehe vor der Übernahme weiterer Geschäftsbereiche, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Kreise. Linde-Papiere gewannen als bester Dax-Wert 5 Prozent.

RBC stufte die Commerzbank-Aktien hoch, das Analysehaus sieht eine gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Übernahmeofferte durch die Deutsche Bank. Die Commerzbank-Papiere legten um rund 2 Prozent zu. Deutsche Bank gewannen 0,9 Prozent.

Nach der Prognosesenkung von Zalando am Vortag kappte nun auch der Elektronikhändler Ceconomy wegen der Hitzewelle in diesem Sommer seine Gewinnziele und bekam dafür an der Börse die Quittung mit einem Minus von fast 6 Prozent. Die Zalando-Papiere büßten nach ihrem Vortagesrutsch weitere 2 Prozent ein.

Schaeffler dagegen legten an der MDax-Spitze um mehr als 3 Prozent zu. Der Konzern senkte die Prognose für die Automotive-Sparte, bestätigte aber den Gesamtausblick, weil das Industriegeschäft ausgleicht.