Frankfurt/Main (dpa) - Auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China haben die Anleger auch am Mittwoch zunächst gelassen reagiert. "Zölle und Gegenzölle werden mehr und mehr zur Gewohnheit", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

In der ersten Stunde nach der Eröffnung rückte der Dax um 0,27 Prozent vor auf 12.190,24 Punkte.

Bereits am Vortag hatte das Barometer einer weiteren Eskalation im Handelszwist getrotzt und um gut ein halbes Prozent zugelegt, obwohl China auf neue Strafzölle der USA abermals mit Gegenzöllen reagiert hatte. Am New Yorker Aktienmarkt hatte Konjunkturoptimismus die Handelssorgen verdrängt. Diesen positiven Trend nahmen auch Asiens Börsen am Mittwoch auf und legten weiter zu.

Japan überzeugte zudem mit Exportdaten und die Notenbank bleibt bei ihrer ultralockeren Geldpolitik. Auch zwischen Süd- und Nordkorea zeichnet sich nach dem Gipfel von Präsident Moon Jae In und Machthaber Kim Jong Un im nordkoreanischen Pjöngjang weitere Entspannung ab.

Der Index der mittelgroßen deutschen Werte MDax gewann zuletzt 0,20 Prozent auf 26.300,36 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax verbesserte sich um 0,17 Prozent auf 2912,53 Punkte. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stand 0,16 Prozent höher.

Nach der Prognosesenkung von Zalando am Vortag kappte nun auch der Elektronikhändler Ceconomy wegen der Hitzewelle in diesem Sommer seine Gewinnziele und bekam dafür an der Börse die Quittung mit einem Minus von mehr als 6 Prozent. Die Zalando-Papiere standen mit 0,3 Prozent im Plus, waren am Vortag aber um gut 13 Prozent eingebrochen.

Für Gerresheimer ging es um viereinhalb Prozent bergab. Das Bankhaus Metzler hatte eine Verkaufsempfehlung für die Anteile des Spezialverpackungs-Herstellers ausgesprochen. Schaeffler dagegen legten an der MDax-Spitze um mehr als 5 Prozent zu. Der Konzern senkte die Prognose für die Automotive-Sparte, bestätigte aber den Gesamtausblick.

RBC stufte die Commerzbank-Aktien hoch, das Analysehaus sieht eine gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Übernahmeofferte durch die Deutsche Bank. Die Commerzbank-Papiere legten an der Dax-Spitze um gut zweieinhalb Prozent zu. Deutsche Bank gewannen 0,7 Prozent.