Seoul (dpa) - Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un wünscht einen baldigen Besuch von US-Außenminister Mike Pompeo in Pjöngjang und einen neuen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump.

Das sagte Südkoreas Präsident Moon Jae In am Donnerstag nach der Rückkehr vom innerkoreanischen Gipfel aus Nordkorea in Seoul. Bei ihren dreitägigen Gesprächen habe Kim immer wieder seine Bereitschaft zur atomaren Abrüstung und seinen Willen zur wirtschaftlichen Entwicklung seines Landes bekräftigt. Moon rief die USA auf, Verständnis für die Position Nordkoreas aufzubringen und "die Gespräche so bald wie möglich wieder aufzunehmen".

Er werde bei seinem Treffen am Montag mit Trump am Rande der UN-Vollversammlung in New York weitere Details seiner Gespräche mit Kim übermitteln, sagte Moon. Nicht alle Punkte ihrer Unterredungen könne er jetzt schon enthüllen.

Im weiteren Prozess sollte eine "politische Erklärung" über das Ende des Korea-Krieges (1950-53) "in naher Zukunft" erfolgen. Bei der Erklärung gehe es zunächst um die Beseitigung der Feindseligkeiten. Das sei Teil der "korrespondierenden Maßnahmen", sagte Moon in Anspielung auf die gemeinsame Gipfelerklärung mit Kim, der damit Entgegenkommen der USA gefordert hatte.

Eine solche Erklärung über das Ende des Krieges habe einem Friedensvertrag vorauszugehen, der dann noch ausgehandelt werden müsse, sagte Moon. Die koreanische Halbinsel ist heute immer noch im Kriegszustand: Seit dem Ende des Koreakrieges ist bislang lediglich ein Waffenstillstandsabkommen gültig.