Dresden (dpa) - Die SG Dynamo Dresden hat den Rücktritt des gesamten Präsidiums und drei weiterer hochrangiger Funktionäre bestätigt. In einer Presseerklärung betonte der Fußball-Zweitligist aber, weiter voll handlungsfähig zu sein.

Man werde auch diese schwierige Situation als Herausforderung begreifen und gemeinsam bewältigen, versicherte der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Heinig. Präsident Andreas Ritter, die Vizepräsidenten Michael Winkler und Diana Schantin sowie der Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende André Gasch, der Ehrenratsvorsitzende Klemens Rasel und der Stellvertretende Ehrenratsvorsitzende Michael Walter hatte an Sonntag mit sofortiger Wirkung ihre Ämter niedergelegt. «Insbesondere von der Art und Weise der Rücktritte» zeigte sich Heinig nach eigenen Worten «überrascht».

Die sechs zurückgetretenen Funktionäre hatten laut MDR und «Bild» in einem gemeinsamen Schreiben die Grabenkämpfe, «die den Frieden in unserer Sportgemeinschaft ernsthaft bedrohen», als Grund für ihre Entscheidung genannt. Diese Zustände seien «von Lügen, Diffamierungen und persönlichen Anfeindungen» getragen.

Hintergrund sollen interne Machtkämpfe um die beiden Geschäftsführer Ralf Minge, der den sportlichen Bereich verantwortet, und Michael Born, zuständig für die kaufmännischen Belange, sein. Die Dynamo-Fans hatten sich am Rande der 0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth klar für Minge positioniert.

«Klar ist, dass wir als Verein ohne Wenn und Aber große atmosphärische Herausforderungen vor uns haben, denen wir uns – nicht nur auf der nächsten Mitgliederversammlung – stellen werden», betonte Hening. Die Mitgliederversammlung findet am 17. November statt.

Bericht mdr.de

Bericht bild.de

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