Frankfurt/Main (dpa) - Die Dax-Anleger haben am Donnerstagnachmittag wieder etwas zögerlicher agiert. Zuletzt kam der deutsche Leitindex mit plus 0,02 Prozent auf 11.717,09 Punkte kaum noch von der Stelle.

Eine schwächer erwartete Wall Street zusammen mit der Sorge vor weiter steigenden US-Zinsen hielten die Kurse in Schach, hieß es am Markt. Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax rückte hingegen um 0,33 Prozent auf 24.493,86 Punkte vor. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone notierte mit plus 0,01 Prozent quasi unverändert.

HeidelbergCement rutschten im Dax nach einer Prognosesenkung mit minus 9 Prozent ans Ende. SAP verloren nach Quartalszahlen 3,5 Prozent. Marktteilnehmer zeigten sich von den Margen des Softwarekonzerns enttäuscht. Für Fresenius Medical Care (FMC) ging es um weitere 2,8 Prozent abwärts, nachdem der Dialysekonzern am Vortag nach einer Gewinnwarnung schon 16,50 Prozent eingebüßt hatte.

Als bester Wert im deutschen Leitindex zogen die Anteile von Linde um 6,9 Prozent an. Nach Informationen des «Manager Magazin» haben der deutsche Industriegasehersteller und der US-Konzern Praxair von den US-Wettbewerbshütern wohl eine mündliche Zusage für ihre Fusion erhalten.

Höhere Ziele für das Gesamtjahr ließen im SDax die Stammaktien von Sixt um 6,6 Prozent steigen. Nach einer unerwartet guten Geschäftsentwicklung im dritten Quartal stellt der Autovermieter für das Gesamtjahr nun ein «sehr stark wachsendes» Vorsteuerergebnis und ein «starkes» Umsatzwachstum in Aussicht. Für Ado Properties ging es um 3,4 Prozent hoch.

Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite bei 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 140,49 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,08 Prozent auf 159,06 Punkte zu. Der Euro kostete 1,1505 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1530 (Dienstag: 1,1587) Dollar festgesetzt.