Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich am Mittwoch nach seinen hohen Verlusten vom Vortag ein Stück weit erholt. Nach einem zögerlichen Vormittagshandel ging es zuletzt mit einem Plus von 0,88 Prozent auf 11 373,43 Punkte etwas deutlicher nach oben.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax stieg um 1,08 Prozent auf 23 664,57 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 1,33 Prozent auf 3182,60 Zähler.

Der deutsche Markt hing am Mittwoch erneut an der Wall Street. Am Vorabend schon hatte der Dow Jones Industrial nach dem Handelsschluss in Europa seine Verluste eingedämmt - nun sah es in New York angetrieben von starken Boeing-Zahlen nach einem freundlichen Auftakt aus. Davon profitierte auch der Dax.

Hierzulande galt es zur Wochenmitte Resultate der Deutschen Bank zu verarbeiten. Das Institut konnte seine Anleger aber nicht damit überzeugen, nach drei Verlustjahren für 2018 wieder einen Gewinn anzupeilen. Analysten äußerten sich enttäuscht zum dritten Quartal. Die Papiere sackten um etwa 3,5 Prozent ab.

Unter den Dax-Werten waren die Aktien von Adidas mit einem Plus von 3,8 Prozent besonders gefragt, während der jüngste Kursrutsch bei Infineon am anderen Indexende um 3,6 Prozent weiter ging. Beide Aktien wurden in unterschiedlichen Richtungen von branchenweiten Trends beeinflusst. Lifestyle-Produkte wie im Fall von Adidas waren unter anderem wegen positiver Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns Kering gefragt. Auch Puma-Papiere profitierten davon im MDax mit einem Anstieg um mehr als 5 Prozent.

Für die Anteile der Deutschen Telekom ging es um 1,7 Prozent nach oben. Sie setzten damit ihre jüngste relative Stärke im Vergleich zum Gesamtmarkt fort. Einen neuen Schub verlieh nun eine optimistische Stimme des Bankhauses Metzler.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,27 Prozent am Vortag auf 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,00 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,19 Prozent auf 159,95 Punkte zu.

Der Kurs des Euro fiel erstmals seit August wieder unter die Marke von 1,14 US-Dollar. Belastet von enttäuschenden Stimmungsdaten aus der Eurozone wurden zuletzt nur noch 1,1395 Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Vortag noch auf 1,1478 Dollar festgesetzt.