Wiesbaden (dpa) - Das Statistische Bundesamt legt heute endgültige Zahlen zu den Geburten in Deutschland vor. Im Juli hatte die Behörde bereits vorläufige Daten veröffentlicht.

Danach ist die Zahl der Neugeborenen 2017 leicht um 0,9 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 785.000 Kinder in Deutschland lebend geboren.

2016 hatte sich Deutschland mit 792.000 Neugeborenen über einen «Baby-Boom» gefreut - im Vergleich zu 2015 waren es nämlich 7,4 Prozent mehr gewesen. Die Zahl der Geburten war in Deutschland seit 2012 wieder gestiegen.

Am demografischen Wandel hat dies nichts geändert. In Deutschland sterben jedes Jahr mehr Menschen als neue geboren werden. Diese Entwicklung gibt es seit 1972. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Sterbefälle, wie die Statistiker bereits im Juli mitgeteilt hatten, um 2,4 Prozent auf 933.000. Die Differenz zwischen Sterbefällen und Geburten lag damit bei knapp 150.000 Menschen.

Im Vergleich der Bundesländer haben den Eckdaten zufolge nur zwei Stadtstaaten - Deutschlands größte Metropolen - ein Plus ausgewiesen. In Berlin kamen im vergangenen Jahr 5893 Menschen mehr auf die Welt als starben, in Hamburg waren es 3536.

Pressemitteilung vom 13. Juli 2018