Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat gute Chancen, den schwachen Monat Oktober noch mit einer positiven Tagesbilanz zu beenden. Dank Rückenwinds von der Wall Street stieg der deutsche Leitindex am Mittwoch um 1,22 Prozent auf 11.424,80 Punkte.

Für den Oktober, in dem die internationalen Handelsspannungen und der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU-Kommission die Stimmung getrübt haben, steuerte das Börsenbarometer dennoch auf ein Minus von mehr als sechseinhalb Prozent zu. Das wäre die schwächste Monatsbilanz seit dem Januar 2016.

Der MDax, in dem die Aktien der mittelgroßen Unternehmen notiert sind, stieg am Mittwoch um 1,73 Prozent auf 24.098,40 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,76 Prozent auf 25 064,65 Zähler hoch.

Nach der Zahlenflut vom Vortag beruhigte sich das Geschehen am deutschen Aktienmarkt sichtbar. Es standen lediglich einige Unternehmensberichte aus der zweiten und dritten Reihe an.

Die Aktien der Deutschen Post sackten um mehr als vier Prozent ans Dax-Ende, nachdem die Bundesnetzagentur die Erhöhung des Briefportos vorerst auf Eis gelegt hatte. Dagegen legten die Papiere des Halbleiterkonzerns Infineon als bester Wert im Leitindex um fast viereinhalb Prozent zu. Sie profitierten von guten Branchenvorgaben aus den USA.

Beim Sportartikel-Hersteller Adidas sorgten die schon vortags euphorisch aufgenommenen Zahlen des US-Rivalen Under Armour für Unterstützung. Die Aktien legten im Dax um mehr als drei Prozent zu.

Die anfangs weniger starken Airbus-Titel waren zuletzt mit über fünf Prozent Plus Favorit der Anleger im MDax. Die Geschäfte im dritten Quartal liefen besser als erwartet. Doch wegen der Probleme des Triebwerksherstellers Rolls-Royce musste der Flugzeugbauer seine Produktionspläne für 2018 kappen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 141,11 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,02 Prozent auf 160,25 Punkte. Der Kurs des Euro stand zuletzt bei 1,1312 US-Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag auf 1,1372 Dollar festgesetzt.