Berlin (dpa) - Vizemeister FC Schalke 04 und der 1. FC Nürnberg haben ihre Pokal-Aufgaben beim 1. FC Köln und bei Hansa Rostock erst im Elfmeterschießen gelöst.

Kapitän Marco Reus erlöste Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund gegen Union Berlin mit einem verwandelten Foulelfmeter erst kurz vor dem Abpfiff der Verlängerung. Werder Bremen dagegen erreichte das Achtelfinale am 5./6. Februar problemlos: Durch ein 5:1 (3:1) beim SC Weiche Flensburg.

Doppeltes Elfmeter-Glück und der glänzende Torhüter Alexander Nübel bewahrten die Schalker vor einem überraschenden Pokal-Aus. Trotz eines 0:1-Rückstands bis zur 88. Minute gewann der Vize-Meister sein Zweitrundenspiel noch mit 6:5 (1:1, 0:1) im Elfmeterschießen beim Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln. Ein Handelfmeter von Nabil Bentaleb und somit das erste Pflichtspiel-Tor nach 395 Minuten hatte Schalke in die Nachspielzeit gerettet. Im Shoot-out besiegelte ausgerechnet der gebürtige Kölner Mark Uth mit seinem verwandelten Elfmeter das Weiterkommen. Die Kölner waren durch Jhon Córdoba in Führung gegangen (43.).

Dortmund setzte seine Erfolgsserie mit einer B-Elf fort und erreichte zum achten Mal in Serie das Achtelfinale. Dank der Treffer von Christian Pulisic (40.), Maximilian Philipp (73.) und dem Elfmetertor von Reus (120.) blieb der BVB vor 72.732 Zuschauern im Signal Iduna Park auch ohne Glanz im 14. Pflichtspiel unter der Regie von Lucien Favre ungeschlagen. Dagegen mussten die Berliner trotz des zweimaligen Ausgleichs durch Joker Sebastian Polter (63./88.) die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Der 1. FC Nürnberg gewann beim Drittligisten FC Hansa Rostock mit 4:2 im Elfmeterschießen (2:2, 1:1, 0:1) und feierte das erste Erfolgserlebnis nach zuvor drei sieglosen Ligaspielen in Folge. Adam Zrelak (90. Minute) und Federico Palacios (103.) erzielten vor 23.900 Zuschauern im ausverkauften Ostseestadion die Tore für die Franken. Pascal Breier (35. Minute) und Jonas Hildebrandt (95.) trafen für die Hanseaten, die in der ersten Runde den Bundesligisten VfB Stuttgart ausgeschaltet hatten.

Werder hatte gegen den Viertligisten Flensburg wenig Mühe, obwohl die Gastgeber in Lübeck durch Ilidio Pastor Santos (27.) zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatten. Sturm-Oldie Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (38.) mit einem 20-Meter-Schuss, Davy Klaassen (44.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Martin Harnik (76./81.) mit einem Doppelschlag trafen für den Favoriten.

Am Dienstag setzten sich die ebenfalls Favoriten durch, überraschend hatte Rekordmeister FC Bayern München beim 2:1 beim Viertligisten SV Rödinghausen jedoch einige Schwierigkeiten. Zweitligist Hamburger SV gewann gegen den eine Klasse tiefer spielenden SV Wehen Wiesbaden mit 3:0, dabei zündeten HSV-Anhänger im Gästeblock Pyrotechnik. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Die Bundesligisten Hannover 96 (0:2 gegen VfL Wolfsburg) und 1. FSV Mainz 05 (2:3 n.V. beim FC Augsburg) schieden in direkten Duellen gegen Ligakonkurrenten aus.

Webseite DFB-Pokal