Wiesbaden (dpa) - Das Statistische Bundesamt legt heute neue Zahlen zu Armut und sozialer Ausgrenzung vor. Die Daten gehen auf eine EU-weite Erhebung zu Einkommen, Armut und Lebensbedingungen zurück und beziehen sich auf das Jahr 2017.

Nach den Ergebnissen für das Jahr 2016 waren in Deutschland knapp 16 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das ist fast jeder fünfte Einwohner (19,7 Prozent). In der Europäischen Union insgesamt lag der Anteil sogar noch etwas höher (23,5 Prozent).

Nach der EU-Definition für die Erhebung «Leben in Europa» (EU-SILC) gilt jemand dann als armutsgefährdet, wenn er über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2016 lag dieser Schwellenwert beispielsweise für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 1064 Euro, für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2234 Euro im Monat.

Erhebung Leben in Europa zum Jahr 2016